Spezialvorlesung Compilerbau, WS2006/2007
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| Vorlesung | Übung
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Durchführung
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Prof. Dr. Peter Thiemann
| Stefan Wehr
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E-mail
| siehe pers. Homepage
| siehe pers. Homepage
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Zeit
| Mo 16-18, Mi 16-17
| Mi 17-18
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Ort
| SR 00-010/14 Geb. 101
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SR 00-010/14 Geb. 101
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Die Auswertung der Evaluation
ist verfügbar.
Achtung:
Vorlesung und Übung fallen in der Woche vom 29.1.2007 bis zum 2.2.2007
aus. Als Ersatz geht die Vorlesung am Mittwoch ab sofort bis 18 Uhr; die
Übung findet dann im Anschluss daran statt.
- Zur Vorlesung wird es ein Skript in englischer Sprache geben.
- Parallel zur Vorlesung bieten wir ein (Hauptstudiums-) Praktikum an.
Ziel des Praktikums ist die Erstellung eines Compilers unter Verwendung der
in der Vorlesung vorgestellten Methoden.
- T Diagramme
- Einführung in OCaml (PDF,
PDF 4 auf 1)
- Beispielspezifikationen für Lexikalische Analyse
- Verschiedene Interpreter (08.01.2007)
- Ein-Pass Transformation in A-Normalform (17.01.2007)
- Codeerzeugung für MIPS (22.01.2007)
- Codeerzeugung mit Templates (24.01.2007)
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- Inhaltsverzeichnis
- Literaturverzeichnis
- Lexikalische Analyse
- Syntaxanalyse (aktualisiert am 13.12.2006)
- Semantische Analyse
- Lambda Liftung und A-Normal Form
- Beispiele für Continuations
- MIPS Architektur
Die zentrale Aufgabe des Compilerbaus ist die Entwicklung und Implementierung von
Übersetzungen von höheren Programmiersprachen in Maschinenkode. Diese Aufgabe
berührt viele wichtige Probleme von allgemeinem Interesse.
- Lexikalische und syntaktische Analyse
Zunächst parst ein Compiler das Eingabeprogramm, d.h. er übersetzt
eine Zeichenreihe in einen Baum, der die Struktur des Programms
wiederspiegelt. Hierbei werden Konzepte aus der Theorie der formalen
Sprachen, insbesondere der regulären und kontextfreien Sprachen, praktisch
eingesetzt. - Semantische Analyse
Als nächstes formt der Compiler die Baumstruktur um und analysiert sie. Diese
Phase wird mittels Attributgrammatiken spezifiziert. - Zwischenkode
Schließlich generiert der Compiler einen maschinenunabhängigen Zwischenkode,
der über mehrere Schritte transformiert und optimiert wird. - Speichermodell und Speicherbereinigung
Der Compiler bildet Datenstrukturen auf Speicherstrukturen ab. Für Sprachen
mit dynamischen Typen und/oder Speicherbereinigung müssen hierbei spezielle
Vorkehrungen getroffen werden. - Maschinenkode
Im letzten Schritt wird der Zwischenkode in Maschinenkode übersetzt
und maschinenspezifischen Optimierungen unterzogen. Dabei
werden Techniken wie Baumgrammatiken, dynamische Programmierung sowie
Graphfärbung verwendet.
Da der Compilerbau eine lange Tradition hat, ist die Struktur von Compilern
wohldurchdacht. Somit kann ein Compiler als Beispiel für ein gut strukturiertes
Softwaresystem dienen. "Wer einen Compiler schreiben kann, kann
jedes Programm schreiben."
Die Techniken des Compilerbau kommen auch an vielen anderen Stellen zum
Einsatz. Zum Beispiel vereinfachen Verfahren der Syntaxanalyse das Lesen von
Konfigurationsdateien und textlichen Benutzereingaben, sowie die Definition von
Mini-Sprachen erheblich.
Wissen über das Speichermodell ist hilfreich bei der Fehlersuche in systemnahen
Programmiersprachen (C, C++).
Die Kodebeispiele im Skript sind in der Programmiersprache
Objective Caml (OCaml) geschrieben. OCaml ist eine objekt-orientierte und
funktionale Sprache mit polymorphem Typsystem, Patternmatching, sowie einem
mächtigen Modulsystem. Aufgrund dieser Eigenschaften ist OCaml sehr gut
geeignet zum Schreiben von Compilern.
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Alfred V. Aho, Ravi Sethi, and Jeffrey D. Ullman.
Compilers Principles, Techniques, and Tools.
Addison-Wesley, 1986.
-
Andrew W. Appel.
Compiling with Continuations.
Cambridge University Press, 1992.
-
Andrew W. Appel.
Modern Compiler Implementation in ML.
Cambridge University Press, 1998.
-
Guy Cousineau and Michel Mauny.
The Functional Approach to Programming.
Cambridge University Press, 1998.
-
Christopher W. Fraser and David R. Hanson.
A Retargetable C Compiler: Design and Implementation.
Benjamin/Cummings, 1995.
-
Rene Leermakers.
The Functional Treatment of Parsing.
Kluwer Academic Publishers, Boston, 1993.
-
Xavier Leroy.
The Objective Caml system release 3.02, Documentation and user's
manual.
INRIA, France, July 2001.
From http://pauillac.inria.fr/caml.
-
Reinhard Wilhelm and Dieter Maurer.
Übersetzerbau -- Theorie, Konstruktion, Generierung -- 2
Auflage.
Lehrbuch. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, 1996.